Whoop whoop, wer hätte das gedacht, ein neuer Blogbeitrag ist da! Ich übe mich derzeit darin, schneller zu nähen als das Baby wächst. Eins kann ich euch sagen: Das Baby ist hochmotiviert, mich in dieser Challenge in die Knie zu zwingen! Diesmal habe ich aber gewonnen und präsentiere: das Edgy Tee! Babys Coolness-Faktor ist mit diesem Upcycling definitiv nicht mehr zu steigern.

Eine weise, alte Frau berichtete mir einst, dass Babys mit der Zeit weniger schlafen und aktiver werden … Lange Zeit wollte ich das nicht glauben, aber heute kann ich sagen: Stimmt. Das Baby ist mittlerweile durchaus arbeitsintensiv. Und so kommt es, dass mich die kleine Dame momentan tatkräftig beim Nähen unterstützt. Auf meinem Schoß sitzend. Mir alles aus der Hand rupfend. Nur so ist es möglich, ein paar Nähte zu schließen. Süüüüüüüüß… 😉

Edgy Tee | norainhh.de
So sieht es hier aus, wenn ich nähe – immer mit tatkräftiger Unterstützung…

Coole Schnitte fürs Babys: Brindille & Twig

Babysachen nähen ist ja anfangs ein Fass ohne Boden. Fünf Monate hat das Baby bald auf’m Buckel und wächst bereits aus der dritten Größe heraus. Aber irgendwann muss das Gewachse ja mal einen Gang runterschalten – deshalb bin ich seit einigen Tagen fleißig dabei, die 68er Garderobe zu nähen. Fleißig natürlich nach Post-Baby-Definition, also maximal zehn Minuten am Stück.

Lirum larum, was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin verliebt. In Brindille & Twig. Och joa, gleich zwei und dann noch ‘ne Fernbeziehung? Es geht NATÜRLICH um Schnittmuster! Bei dem Label aus Amerika gibt es, neben einigen Basics für Frauen, tolle Schnittmuster für Babys und Kinder. Ich hab mittlerweile schon mehrere genäht – alle Schnitte sind super easy und leicht verständlich. Das Beste: Die Größen gehen bis 118! Quasi eine Investition für’s Leben.

Einen Hoodie und ein Ringer Tee gibt es als Freebie. Sowas finde ich ja immer super, um einen ersten Eindruck zu bekommen, bevor man fröhlich Geld ausgibt. Das habe ich aber längst getan. 😀 Meine Lieblingsschnitte bis jetzt: der Harem Coverall (ein Strampler ohne Knöpfe, der einfach von unten nach oben angezogen wird), der Reversible Overall (eine Wende-Latzhose) und die Band Beanie (schnellste Mütze der Welt!). Und natürlich das Edgy Tee.

Edgy Tee | norainhh.de

Edgy Tee und Bandshirt-Upcycling

Mit Bandshirts ist es wie mit Büchern: Die wirft man nicht weg. Die kann man höchstens vererben, wenn Platz im Schrank geschaffen werden muss. Da ich deutlich lieber auf Konzerte als in Clubs gehe (um genau zu sein, gehe ich nur in Clubs, wenn dort Konzerte stattfinden), hat sich über die Jahre ein ordentlicher Haufen an T-Shirts angesammelt. Leider passen mir einige nicht mehr (eingelaufen, ne…), aber wie gesagt: Wegwerfen geht gar nicht!

Lange lag meine aussortierte Sammlung in einer Ecke gaaaanz weit hinten im Schrank. Aber jetzt! Jetzt ist ihre Zeit gekommen, denn es gibt jemanden, an den ich sie voller Stolz weitervererbe: ans Baby! “Whaaat, was ist das denn für ein Klops?”, denkt ihr jetzt vielleicht. Ja, es ist vielleicht ein klitzekleines bisschen klopsig (auf die süße Art), aber in meine Klamotten passt es trotzdem (noch) nicht.

Stattdessen gibt es derzeit jede Menge Upcycling, denn mit dem Edgy Tee von Brindille & Twig hab ich den perfekten Schnitt dafür gefunden. Es kann mit kurzen, langen oder gar keinen Ärmeln genäht werden und hat keine Knöpfe. Ideal zum Rumliegen! Da der asymmetrische Saum einfach offen gelassen wird, ist es superfix genäht.

Edgy Tee | norainhh.de

Falls ihr gerade kein Bandshirt zerschnippeln wollt, eignen sich auch alle möglichen Jerseyreste ganz wunderbar, denn man benötigt insgesamt nicht mal einen halben Meter Stoff.

Zuerst kam, wie ihr seht, mein Turbostaat-Shirt unter die Nadeln. Es ist schon ordentlich ausgewaschen, aber ich mag es sehr und der Schweiß meiner halben Jugend haftet an ihm (örks). Für die Ärmel und das Halsbündchen habe ich noch einen Rest schwarzen Jersey verwendet.

Edgy Tee | norainhh.de

Ein ziemlich cooles Baby, oder? Jetzt hoffe ich nur noch, dass es einen vernünftigen Musikgeschmack entwickelt (also meinen), später ganz stolz die Bilder rumzeigt und sagt: “Hier, guck! Ich hatte schon immer einen vernünftigen Musikgeschmack. Zum Glück hat mich meine Mama so gut erzogen.” 😉Schnittmuster: Edgy Tee

Stoff: altes Turbostaat-Shirt & Jersey-Rest

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