Seit ich nähe, wandern meine aussortierten Klamotten nicht mehr in die Kleidersammlung, sondern auf einen Stapel namens „Och, das ist doch viel zu gut zum Wegwerfen! Perfekt für ein Upcycling!“ Kennt ihr das? All die aussortierten Hosen, T-Shirts und Pullover landen regelmäßig im untersten Fach meines Stoffschranks (nur einer der Gründe, warum man diesen besser nicht ohne Helm und Schienbeinschoner öffnet). Immerhin wächst er mittlerweile deutlich langsamer, weil ich durchs Nähen einfach weniger Fehlgriffe habe und mir Kleidung mit mehr Bedacht zulege.

Was genau aus diesen ganzen Klamotten werden soll, darüber habe ich bis jetzt noch gar nicht nachgedacht. BIS JETZT! Denn flauschige Pullis, schlichte T-Shirts und Co. mögen zwar eingelaufen und damit für mich zu klein sein, aaaaaber wisst ihr, was auch klein ist? Babys!

Upcycling für Babys | norainhh.de

Upcycling: Des Babys neue Kleider

Aussortierte „Erwachsenenkleidung“ ist perfekt, um Babys erste Outfits selbst zu nähen! Dabei habe ich erst ab Größe 56 angefangen. Ich wollte es ja lange Zeit nicht glauben, aber es ist wirklich so: Babys wachsen! Nach sechs Wochen musste ich alles in der 50 aussortieren – wäre davon etwas selbstgenäht gewesen, hätte mich das ganz schön frustriert.

Aus eins mach zwei

Mein erstes Upcycling fürs Baby entstand aus einem meiner alten Pullis. Den hatte ich ohne Anprobieren im Sale beim Klamotten-Schweden gekauft und dann war er zu kurz. Ich hatte ihn also maximal zum Schlafen an und selbst das nicht besonders oft. Es ist ein leichter, dehnbarer Strickstoff und super in Schuss.

Upcycling für Babys | norainhh.de

Genäht habe ich daraus eine Jinx von RosaRosa in Gr. 62. Sie ist noch ein bisschen zu groß und Babys Beinchen zu kurz. Beim nächsten Mal nähe ich sie mit „richtigen“ Bündchen am Bein. Da man das Bauchbündchen ebenfalls krempeln oder es eben lassen kann, passt das gute Stück dann auch länger als ein vier Wochen. Die Knöpfe sind übrigens nur Deko. 😉

Upcycling für Babys | norainhh.de

Da noch einiges an Stoff übrig war, entstand auch noch ein Mützchen nach einem Schnitt aus dem „Babyleicht“-Buch von Klimperklein. Wie könnte es anders sein, auch diese ist zu groß – das ist aber auch gut so, denn bei den aktuellen Temperaturen wäre sie eh zu dünn. Die Bänder habe ich übrigens aus glattem Bündchenstoff mit einem Schrägbandformer und viel Dampf beim Bügeln einfach selbstgemacht.

Upcycling für Babys | norainhh.de

Ich hoffe, mein „Daraus kann man noch was machen“-Stapel wird jetzt langsam, aber stetig schrumpfen. Mal sehen, wie lange meine Pullis noch groß genug für Babysachen sind. Ich habe die dunkle Vorahnung, dass das Würmchen noch weiter wachsen wird!

Wenn ihr in der Zwischenzeit noch mehr Inspiration in Sachen Upcycling sucht (vor allem für Frauen), schaut mal bei Julia von ju.made und ihrer Refashion-Aktion aus dem letzten Jahr vorbei. Ich kenne niemanden, der sich mehr mit dem Thema beschäftigt und vor allem auch so viele coole Projekte gezeigt hat!

Schnittmuster:

Hose Jinx (RosaRosa), Mützchen zum Binden (Klimperklein „Babyleicht! Nähen mit Jersey für Babys“)

Kommentare

  1. Ja…. Das kenne ich nur zu gut mit dem Stapel Das-kann-ich-prima-upcyceln…. Ich drücke dir die Daumen, dass deiner weiter abnimmt. Die Hose ist auf jeden Fall super und sieht mega bequem aus! Baby müsste man nochmal sein… 😉
    Liebe Grüße
    Julia

  2. Hallo,

    ich finde es schön, dass du wieder bloggst und wünsche Euch ein wunderbares neues Jahr!
    Ich habe es gerade gesehen und direkt alles gelesen. Solch einen Stapel aus „da kann man noch etwas draus machen“ habe ich auch. Meist füge ich mehrere Shirts zu einem Kleid oder Langarm für mich zusammen. Ein L Shirt macht eine kurze Hose/Boxershort. Für Kinder reichen die Stücke, glaube ich, recht lange -und danach kann man kombinieren 😉

    Liebe Grüße
    Dora

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