Riley und ich – auf nach Lübeck!

Schlimme Erlebnisse schweißen ja angeblich zusammen. Vielleicht mag ich meinen Hanse-Riley deshalb so sehr. Aber ich erzähle euch die Geschichte von vorn:

Das verlängerte Wochenende ist nun schon fast eine Woche her. Es war eines der anstrengendsten, die ich je hatte. Nicht dass ich durchgemacht hätte oder so – am Sonntag lag ich um 21 Uhr im Bett (das ist selbst für meine Oma-Verhältnisse ziemlich früh) – wir sind mit dem Rad nach Lübeck gefahren! So eine schöne Stadt, wirklich! Aber der Weg dorthin war dramatisch.

Radtour nach Lübeck | norainhh.de

Los ging es Sonntag in aller Früh mit dem Zug nach Lauenburg. Von dort wollten wir gemütlich den Elbe-Lübeck-Kanal entlang bis in die kleine Hansestadt radeln. Schnell noch mal die Reifen aufgepumpt, ein paar Stullen geschmiert und dann auf, auf!

Nach ein paar Startschwierigkeiten (standen plötzlich an den Bahngleisen…) haben wir uns über Schleichwege zum Kanal gekämpft. Dieses Internet hatte behauptet, der Weg wäre auf jeden Fall rennradkompatibel. Was soll ich sagen: Er ist es NICHT. Die Aussicht war toll, wir kamen nur selten an Straßen vorbei und hatten auch Glück mit dem Wetter.

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Nur leider die völlig falschen Fahrräder. So wurden aus der geplanten 4,5h-Tour eine 6h-TORtur und anstatt uns einander auf die Schultern zu klopfen, jammerten wir uns gegenseitig die Ohren voll, was gerade am meisten wehtut. Na ja, wie gesagt: Schweißt ja irgendwie zusammen, oder?!

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Dafür wurden wir von Lübeck nicht enttäuscht. Ohne große Erwartungen hingefahren, wurde unsere Tour mit einer superschönen Altstadt und leckeren Burgern belohnt. So schöne alte Häuser direkt am Wasser, kleine Gassen, viele Restaurants und Bars.

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Das Holstentor!

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Am nächsten Tag bummelten wir noch ein bisschen durch die Stadt, besorgten NATÜRLICH noch mein geliebtes Marzipan und machten uns dann auf dem Heimweg. Diesmal – zum Glück – komplett mit dem Zug.

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Auf so einer Fahrradtour kann ich natürlich nicht irgendwas tragen. Es musste schon ein Fahrradpulli sein. Sowas gibts?! Klaro: Ich hasse es, wenn Oberteile beim Fahren hochrutschen und mein Rücken dann kalt wird. Andere hassen kalte Füße, ich kalten Rücken (und Füße. Und Nasen.).

Der Schnitt ist der Riley von Pattydoo in Gr. 38. Ich habe ihn um 20 cm verlängert, sodass er richtig schön über den Hintern geht.  Mutigere und/oder Freizügigere würden das vielleicht als Kleid tragen. 😀

Die Kapuze stammt von der Lynn, weil ich sie einfach so sehr liebe. Damit auch jeder weiß, dass wir aus Hamburg herandüsen, hab ich einen dunkelblauen Strickirgendwas mit höchst maritimem Anker-Jersey vom Stoffmarkt  kombiniert.

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Auch wenn die Tour doch ganz schön anstrengend war, es war eine schöne Zeit. Noch mal die letzten (?!) Sonnenstrahlen genutzt, ganz viel frische Luft geschnuppert… und irgendwie auch gelernt, dass es auch beim Fahrrad fahren Grenzen gibt. 😉

Verlinkt auf RUMS & MeMadeMittwoch!

 

4 comments on “Riley und ich – auf nach Lübeck!

  1. Sieht klasse aus! Und sind sowas nicht die Geschichten, die das Leben schreibt und über die man in ein paar Jahren bei einem Glas Wein gemeinsam lacht? Sehr schöne Eindrücke von Lübeck und lass dir das Marzipan schmecken!
    Liebe Grüße
    Stephie

  2. Respekt für so ne Tour! Ich bin ja schon jeden Morgen stolz, wenn ich meine 2,5km zur Arbeit mit dem Fahrrad fahre 😀
    Und so ein überlanger Pulli, damit der Rücken immer schön bedeckt bleibt, ist da natürlich perfekt! Schön geworden!

    Viele Grüße, Goldengelchen

  3. Ja, Lübeck ist immer eine Reise wert, egal wie strapaziös sie ist. Aber die Bilder von Eurer Tour sehen doch sehr hübsch aus, da hat sich die längere Fahrzeit vielleicht doch gelohnt. Und der Pulli ist wirklich perfekt zum Fahrradfahren, vor allem die gefütterte Kapuze gefällt mir sehr gut.
    LG Barbara

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