8 WIRKLICH dramatische Probleme in der Schwangerschaft

Probleme in der Schwangerschaft | norainhh.de

Sodbrennen, Wasser, Dehnungsschmerzen? Pfffft, come on! Ich verrate euch mal was: So ein wachsender Mini-Alien im Bauch stellt einen vor ganz andere, wesentlich dramatischere Probleme in der Schwangerschaft.

Wenn ich in Sachen Baby kriegen eins gelernt hab, dann das: Alles. Ist. Normal. Ziehende Schmerzen im Bauch? Total normal. Pickel, wo niemals welche waren? Supernormal. Das Gefühl, sich gerade in die Hose zu machen? Normal. Ja, es wäre sogar normal, sich WIRKLICH in die Hose zu machen! Na, herzlichen Glückwunsch! Egal, was einen bedrückt, Dr. Google findet Gleichgesinnte und beruhigt. Irgendwo sitzt gerade eine werdende Mama, die hat genau das auch. Nur schlimmer, aber das ist ja normal.

Aber wisst ihr was: Mich plagen ganz andere Sorgen! Darüber schreibt niemand in Foren oder fragt mittel-vertrauenswürdige Online-Ärzte. Zum Glück gibt es mich. Und ich sag euch: Auch diese acht Probleme hier sind suuupernormal. Ich hab sie nämlich auch. 😉

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1. Wie schwanger bin ich jetzt eigentlich?

Um schwanger zu sein, braucht man ein halbes Mathestudium. Vor allem zum Ende des 7. Monats wird das deutlich. Beginnt das dritte Trimester nach dem 6. Monat? Oder nach exakt zwei Dritteln, also 26+4? Ach, wie wäre es, wenn wir das zweite Trimester verlängern, sodass das dritte erst mit dem achten Monat beginnt? Und, wie jetzt – eine Schwangerschaft dauert gar nicht neun Monate, sondern 40 Wochen?

Ihr hängt noch bei diesem „26+4“ fest? Das ist die einzig halbwegs eindeutige Zahl und heißt, man ist 26 Wochen und 4 Tage schwanger. Obwohl auch das letztendlich Schwachsinn ist – denn dieser Wert basiert auf dem Tag der letzten Mens. Das Baby selbst gab es da ja noch gar nicht!

2. Platz da, ich platze!

Wie sich schwanger sein anfühlt? Stellt euch vor, ihr wärt ein Luftballon und ein dummes Kind würde euch aufpusten bis ihr platzt. ABER ihr seid ein klitzekleines Mü stärker und platzt doch nicht. Ziemlich genau so fühlt es sich an, wenn der Babybauch wächst. Und wenn man dann auch noch versucht, dieses Spannungsgefühl mit Hautöl zu reduzieren … na ja, dann fühlt man sich eben wie ein fast platzender Luftballon, gefangen im Körper einer eingelegten Sardine.

3. Entschuldigung, hier sitzt mein Bauch!?

Wusstet ihr, dass die Luft, die man in der Ubahn einatmet zu 15% aus Hautpartikeln der Mitfahrer besteht? Ich bis vor kurzem noch nicht, aber es ist ein weiterer Grund auf einer langen Liste, warum ich möglichst einen großen Bogen um Öffis im Berufsverkehr mache. Ein weiterer Grund kam vor etwa einem Monat dazu: mein Mini-Alienbauch, der zu wachsen begann.

Dass jemals einer Schwangeren ein Sitzplatz angeboten wurde, halte ich für ein Gerücht. Denn abgesehen davon, dass mir das bislang nicht passiert ist (und morgens sitzen wirklich genug Menschen in der Bahn), trifft eher das Gegenteil zu: Die Leute drängeln meinen Bauch weg! Sie versuchen es zumindest, denn das geht. Einfach. Nicht.

Klar, Schwabbelbauch lässt sich vielleicht ein Stück wegdrücken, aber so ein Babybauch ist nun mal ziemlich fest. Und darin lebt etwas. Das es nicht mag, weggedrängelt zu werden und dementsprechend tut das auch echt weh. Falls ihr irgendwann in der BILD „Schwangere stellt Leuten in der Bahn ein Bein“ – verpetzt mich nicht, das Baby war’s!

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4. Die Sache mit dem Klo

Wie gesagt, wenn es nicht gerade in Strömen regnet, fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das ist an sich auch gar kein Problem. Allerdings: Der Mini-Alien fährt mit! Jedenfalls strampelt er, sobald ich mich auf den Drahtesel schwinge, kräftiger als Lance Armstrong zu Bestzeiten. Gegen meine Blase. Die Folge: 10 Minuten unterwegs und ich könnte schon wieder umdrehen. Falls ihr mal in Hamburg seid – ich kenne mittlerweile so ziemlich alle öffentlichen WCs zwischen Innenstadt und Stadtpark – die guten wie die schlechten.

5. Schwangerschaftsdemenz, ich weiß von nix

Kein Scherz, die gibt es wirklich und ich bin mittendrin! Dieser Mini-Alien muss wahnsinnig schlau auf die Welt kommen, denn mein Gehirn ist komplett Matsch. Geburtstage? Termine? Einkaufslisten? Ich war ja vorher schon recht vergesslich, aber so langsam bin ich froh, dass ich noch dort ankomme, wo ich geplant hatte, hinzugehen!

Zum Glück gibt es Freunde. Die lernt man in der Schwangerschaft aus ganz verschiedenen Gründen eh noch mehr zu schätzen als so schon. Und die, die einen von Geburtstagen bis Podcasts, die ich man noch hören wollte, an ALLES erinnern, sollte man definitiv nie wieder gehen lassen.

6. Vom Toastbrot zum Regenwurm in 3… 2… 1

Dieses morgens aus dem Bett springen wie ein Toastbrot kann ich eigentlich ganz gut. Abgesehen von den zwei Wochen am Anfang, in denen ich einfach DAUERmüde war, bin ich davon mittlerweile meilenweit entfernt. Jetzt bin ich eher der fettleibige Regenwurm, der die Orientierung verloren hat und doch eigentlich nur vom Bordstein runter will. Roll, ächz, schmeiß … Das ist etwas, worauf ich mich im Mutterschutz echt freue: Einfach mal dem Regenwurmdasein frönen und liegen bleiben.

7. Es darf nur einer schlafen!

Irgendwann, ungefähr in der 24. SSW, scheint der Mini-Alien eine Regel für unser Zusammenleben aufgestellt zu haben: Nur einer schläft! Ich hoffe inständig, dass er sich das bis zur Geburt noch mal überlegt, denn Schlafen ist bei so viel Gerumpel im Bauch echt schwer. Aber sicher meint er es nur gut: Tagsüber passe ich ja schon ganz gut auf uns auf, vielleicht fühlt er sich einfach zur Nachtwache verpflichtet.

8. Zack, Bauch eingeklemmt

Dass die Öffi-Mitfahrer meinen Babybauch ignorieren, ist die eine Sache. Die andere: Das passiert mir auch manchmal! Bevorzugt nach meinem morgendlichen Regenwurmkampf und schlaftrunken auf dem Weg ins Bad. So oft dachte ich schon, die Tür stünde weit genug offen – nur um wenige Sekunden später das Gegenteil festzustellen.

Bis ich gelernt habe, den Abstand zwischen Tür und Rahmen entsprechend meines Bauchumfangs richtig einzuordnen und nicht mehr auf halber Strecke steckenzubleiben, ist der Gute schon wieder weitergewachsen und das Spiel beginnt von vorn.

Wie siehts aus: Kennt ihr einige meiner „Probleme“? Oder, noch besser, hattet ihr noch ganz andere? Schreibt doch einen Kommentar, damit alle werdenden Mamas wissen: Wir sind nicht allein! 😉

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9 comments on “8 WIRKLICH dramatische Probleme in der Schwangerschaft

  1. Warte mal ab bis der Bauch noch dicker wird . Wenn man dann versucht, sich die Fußnägel zu schneiden, Beine und Rest zu rasieren, Schuhe zubinden, mit Wasser gefüllte Elefantenfüße in Schuhe möglichst ohne zu binden zu stopfen, ganz fieses Sodbrennen, monatelang nur auf der Seite schlafen, den gefühlt 20 Kilo schweren Bauch beim Drehen mit der Hand mitheben, weil er sonst nicht mit rüber kommt, aus dem Auto steigen, etc… Zum Glück vergisst man das nach dem ersten Kind alles wieder . Alles Gute und viel Spass noch! Du wirst staunen, was noch alles geht mit so einem Körper . Aber es lohnt sich !!!

  2. Ach ja, und wenn man abends mal weg ist, die tollen Sprüche: „Wann ist es denn so weit? Bitte nicht jetzt und hier!!“ Als wenn man das steuern könnte und eine Bar / ein Restaurant der Wunschort jeder Schwangeren ist… Mit dem Taxi zum Krankenhaus (meine Frauenärztin war dort ( auch ein Traum jedes Mal… schiere Panik in Männeraugen

    1. Und verrückt, dass plötzlich jede Frau, auch wildfremde, ihre Geschichte über ihre unheimlich schwierigen und komplizierten Geburten loswerden möchten… Ich bin irgendwann unhöflich geworden und habe sie unterbrochen und gesagt, dass ich das gar nicht wissen will. Und dann habe ich mir eingebildet, dass die restlichen Frauen alle normale Geburten hatten… Und die gibt es auch

  3. Liebe Nora,

    ich finde mich komplett in deinem Beitrag wieder. Und ich sage dir: Bei Nr. 2 ist es genauso. Nur dass diesmal alle fragen, ob ich sechsten oder doch schon im siebten Monat bin. Ähm, weder noch, im vierten?! Das Platz-Gefühl kommt also nich früher :/. Ach ja, und eins fehlt natürlich noch: Neben der Gruppe Bauch-Wegdrängler gibt es auch die Gruppe Bauch-Tätschler. Der Bauch ist in der Schwangerschaft schließlich Allgemeingut und selbstverständlich darf den jeder jederzeit anfangen, ohne zu fragen.
    Ich habe dann immer das Bedürfnis, zurückzutatschen und zu sagen: „Die Steaks der letzten Wochen liegen aber auch noch schwer im Magen, was?“

    Liebe Grüße von Regenwurm zu Regenwurm

    Sanne

  4. Was ich eben vergaß:
    Die Schwangerschaft führt auch zu Unfähigkeit, korrekte Sätze zu tippen, wie man sieht! Ich wollte natürlich schreiben:

    … dass diesmal alle fragen, ob ich IM sechsten oder doch schon im siebten Monat bin…
    … Das Platz-Gefühl kommt also NOCH früher…
    … Der Bauch ist in der Schwangerschaft schließlich Allgemeingut und selbstverständlich darf den jeder jederzeit ANFASSEN…

    Schwangerschaftsdemenz auf einem neuen Niveau, würde ich sagen ;).

  5. Hach, wieder so gut! <3 Ich kann dir in vielem zustimmen, vor allem, was das Umfeld betrifft. Plötzlich trägt man scheinbar ein groß leuchtendes Schild mit der Aufschrift "Bitte begrapschen" und Sitzplätze in den Öffis werden doch eh überbewertet, glaub mir mit Kinderwagen wird der Sch*** echt nicht besser – vom Regen in die Traufe würde ich sagen. Ich hatte zugegeben eine sehr entspannte und Nebenwirkungs-freie Schwangerschaft – ich könnte immer schwanger sein – bis auf die Sache mit dem Schuhe anziehen, aber auch da fand sich eine Lösung und ich verzichte noch heute fast komplett auf Schnürsenkel – es war schon sehr gemütlich so mit der Kugel 😀 Was sich aber bei mir eisern gehalten hat, ist die Sache mit der Vergesslichkeit, ob Schwangerschafts-, Still- oder Mutter-Demenz, es hält sich hartnäckig und begleitet meinen Alltag in jeder Sekunde – du glaubst gar nicht wie oft ich vor dem Kühlschrank stehe und nicht mehr weiß was ich wollte…!
    Ich bin schon gespannt auf die 8 Probleme mit Baby 😉
    Liebe Grüße, Stephie

  6. Das mit den offentlichen WCs ist praktisch! Du musst unbedingt versuchen, sie dir alle zu merken (so gut das bei der Demenz, die ich übrigens auch kenne, geht). Denn spätestens wenn dein Alien dann windelfrei wird, wirst du wieder wissen wollen, wo sie alle waren, diese öffentlichen Klos. 😉

    Wunderbar dein ehrlicher, direkter und nicht so (wie die tausend anderen) gefühlsduseliger Mama-Blog-Teil. 😉

    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Saskia (38+1, zum dritten)

    1. Oh, daran habe ich noch gar nicht gedacht! Vielleicht sollte ich mir eine Landkarte zulegen und alle Klos darauf markieren! 😀

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