Nelly und das „Probier mal aaaan!“-Problem | Hoodieliebe

Das hier wird heute mal ein MuFu-Beitrag: neues Nähprojekt, ein Geständnis und auch noch kurz vor Jahresende mein erster Beitrag zu den #12lettersofhandmadefashion in einem.

Nelly | norainhh.de

12 Letters of Handmade Fashion

Die Aktion #12lettersofahandmadefashion läuft schon eine Weile, aber ich hab es bisher einfach nicht geschafft, mitzumachen. Aber jetzt! Als Sandra von Rehgeschwister das „N“ zum Monatsbuchstaben zog, fielen mir sofort der passende Begriff und ein Stoffberg in der hintersten Regalecke ein: Zack, drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Kurz vor Jahres- und damit Aktionsende kriege ich es doch noch hin, denn die Nelly (tadaaaa, hier ist das N!) will ich schon eine ganze Weile nähen. Weil….. dazu unten mehr!

Nelly | norainhh.de

Neues Nähprojekt

Als ich das Schnittmuster für den Patchwork-Pulli „Nelly“ von Pattydoo entdeckte, war ich hellauf begeistert. Ich mag es sehr gern, wenn mein Hals schön warm ist, deshalb nähe ich fast alle meine Pullis mit Kapuze und hab mich über den Tube-Kragen als Abwechslung gefreut. Um genau zu sein, trage ich sogar auch im Hochsommer immer ein Tuch, keine Ahnung warum.

Nelly | norainhh.de

Variable Schnittmuster mag ich ja besonders gern und Nelly ist so eins. Man könnte im Prinzip jede Teilung in einer anderen Farbe machen, schöne Kombi-Stoffe verwenden oder alles an einem Stück nähen. Man hat außerdem die Wahl zwischen Kängurutasche und Eingriff auf Bauchnabelhöhe. Und zu guter Letzt gibt es neben dem Tube-Kragen auch noch eine Kapuze, die im Bruch zugeschnitten wird.

Das Nähen ist an sich nicht schwerer als andere Pattydoo-Hoodies, zumal es natürlich auch wieder ein super erklärtes Video gibt. Näht ihr den Pulli mit Teilungen, müsst ihr nur unbedingt auf die richtige Nahtzugabe achten, damit am Ende die Maße stimmen.

Meine Nelly

Meine Nelly besteht aus einem schwarzen und einem grauen Sweat, die innen schön flauschig sind. Beide habe ich auf dem Holland-Stoffmarkt gekauft und hatte damit eigentlich andere Pläne.

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Dass ich den Tube-Kragen nehme, war sofort klar. Die Ösen hab ich mit SnapPap
hinterlegt, damit nix ausleiert. Ich könnte den ganzen Tag Ösen in Stoff schlagen, ich liebe das einfach (keinen Plan, warum). Seit Kurzem habe ich auch die Wonderdots, aber SnapPap an Hoodies macht so viel her, finde ich. Hinten am Kragen hab ich auch noch zwei Ösen eingeschlagen und auch die Kordelenden mit SnapPap gepimpt. Ich nähe da übrigens einfach immer knallhart über die Kordel, damit die Dinger nicht verrutschen. Nix mit Textilkleber oder so.

Nelly | norainhh.de

Bei der Tasche war ich anfangs skeptisch. So mittig und weit oben? Und die beiden dicken Nähte fand ich erst mal auch nicht so schön. Aber Kängurutaschen mach ich IMMMMMER. Jetzt bin ich aber ganz glücklich damit: Sie ist nämlich total praktisch, um das Handy darin zu verstauen, wenn man unterwegs Musik hören und die Kabel unter der Jacke haben will. UND sie ist auch ein hervorragendes Plätzchenversteck, wie ihr seht. Nur nichts mit Schoki…

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Am Schnitt habe ich gar keine Änderungen vorgenommen und in Gr. 38 genäht, das mache ich immer bei Pattydoo (außer die Lynn). Nur meine Bündchen sind 20 cm statt 15 cm hoch.

Weil…

Ja, warum wollte ich denn nun unbedingt die Nelly nähen? Weil – Achtung, das ist jetzt das Geständnis – nicht alle meine Nähprojekte tatsächlich glücken. Aber die zeig ich euch natürlich nicht, ich bin ja nicht verrückt! 😉

Wenn ich für mich nähe, probiere ich die Teile einfach tausendmal an, stecke ab, nähe um, trenne auf, nähe neu zusammen – bis am Ende alles passt. Aber wenn ich für andere nähe, kann ich ja nicht alle fünf Minuten rüberlaufen und „Probier mal aaaan!“ brüllen. (Kann ich schon, hab ich auch am Anfang gemacht, ist aber irgendwann ein bisschen nervig, glaub ich.)

Nelly | norainhh.de

So kam es, dass ich hier irgendwann drei halb fertige Pullis rumliegen hatte. Sie waren für den Liebsten gedacht, aber irgendwie dann doch zu klein, zu kurz, doofe Kapuze oder saßen halt einfach nicht richtig. Einen Herr Toni habe ich dann selbst irgendwann okkupiert, aber für die anderen zwei schien jede Hoffnung verloren.

Bis jetzt! Denn dann kam Nelly: Irgendwann hätte ich mich vielleicht selbst an das Zerstückeln der Hoodies gewagt, aber da ist die Fehlergefahr doch ganz schön hoch. Eine Nahtzugabe vergessen und zack, ist das gute Stück bauchfrei. Soll ja in sein, ist aber nicht so ganz meins.

So ein Patchwork-Hoodie war also genau das, was ich brauchte! Und so besteht diese Nelly genau genommen aus zwei Nähunfällen. Oder wie Pingel-Inge sagen würde: TFT. Na, wer weiß, was gemeint ist? 😀

Ich bin jedenfalls total happy mit meiner Nelly und habe hier noch ein paar Sweatstoffe rumliegen, die ich erst versauen und dann neu zusammenbauen könnte…

Nelly | norainhh.de

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14 comments on “Nelly und das „Probier mal aaaan!“-Problem | Hoodieliebe

  1. Nix mit TFT hier 😉 Total schön, super schön kombiniert, kuschelig, stylisch und nicht zu bunt, ja…ich hätte es auch gerne!
    Liebe Grüße,
    Lee

  2. Wieder mal ganz wunderbar Ich bin nicht so der Hoodie Liebhaber, aber könnte ja noch werden, der Schnitt ist jedenfalls echt interessant und dir in der Umsetzung der gut gelungen (freut man sich fast schon, dass die Stücke dem Herrn des Hauses nicht gepasst haben )!
    Liebe Grüße und nicht zu viele Kekse verstecken
    Stephie

  3. Liebe Nora,
    Den Hoodie würde ich auch sofort anziehen! Eigentlich bin ich ja immer der Meinung man braucht nicht zwanzig Schnitte, man kann selber Änderungen an einem gut sitzenden Basic-Schnitt vornehmen. Aber ich bin da auch immer vorsichtig… Zu viele Misserfolge und zu viele tolle Beispiele im Netz lassen mich dann doch beim nächsten Schnitt zuschlagen… Mal schauen wie lange Kelly braucht….
    Liebe Grüße Julia

  4. Ohh, der ist aber toll geworden, da kommt gleich die Hoodielust zurück. Besonders die Farbwahl und die Tube/Kordelvariante gefällt mir richtig gut 😀
    Wo genau nähst du denn bei den Kordelenden drüber? Einfach längs übers Snappap?

    Liebe Grüße, Kathi

  5. Falls Du es doch – warum auch immer – als TFT behandeln solltest – sag mir wo die Tonne steht und ich wühle dann mal. Hm – Nelly – hat was, vor allem in uni… hach – merke ich mir. Die Schnittmuster von pattydoo mag ich auch gerne, auch wenn ich da noch nicht so viele genäht, aber gekauft – gekauft habe ich schon mal. interessant find ich Deinen Blog. Ich schaue mich gerade um. Schönes hier…

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