Letzte Woche stolperte ich über einen Blogbeitrag von Johanna, in dem sie sich die Frage stellt:

Wer bin ich eigentlich noch, seit ich Mutter bin?

Ich bin das zwar seit noch nicht einmal drei Monaten, dennoch stelle selbst ich mir diese Frage schon. Das Baby und ich, wir kleben aneinander. Das liegt zum einen daran, dass wir eine kleine Kängurufamilie sind und ich das Baby ständig in der Trage mit mir herumschleppe (da klebt man manchmal schwitzenderweise WIRKLICH aneinander :D). Zum anderen ist es aber auch einfach naturgegeben: Das Baby ist natürlich schon jetzt superschlau und ich bin mir sicher, in seinem Köpfchen beherrscht es von Sitzen über Laufen bis höhere Mathematik (und natürlich Nähen) sämtliche Schwierigkeiten des Alltags. Im #reallife macht der kleine Körper aber noch nicht richtig mit und so braucht es mich als Handlanger, um satt und gesund durch den Alltag zu kommen.

Aus mir ist also ein WIR geworden, ich bin jetzt Mama. Aber bin ich nicht trotzdem auch noch ich? Die, die feiern gehen scheiße findet und lieber auf Konzerten tanzt? Die wirklich nicht gut singen kann, aber es trotzdem ständig tut (das Baby mag es so!)? Die stundenlang an der Nähmaschine versinken kann und erst vom Ziehen im Rücken wieder wach wird? Die gerne mal alleine ist? Im Moment bin ich nichts davon, nicht mal alleine (außer auf’m Klo, selbst das ist ja nicht allen Müttern vergönnt).

Selbstfürsorge = Familienfürsorge

Vieles nehme ich nicht so ernst, Selbstfürsorge aber schon. Ich bin einfach echt nicht gut darin, anderen irgendwas vorzuspielen – und auch das Baby merkt, wenn mich etwas bedrückt. Es guckt dann ganz traurig und das ist eins der Dinge, an denen ich wirklich nieeemals schuld sein möchte: dass mein Baby traurig guckt. Also muss es MIR gut gehen, damit es dem Baby und unserer kleinen Familie gut gehen kann.

Johannas Challenge

Aus diesem Grund hat Johanna die „1.000-Fragen-Challenge“ ins Leben gerufen – jede Woche stöbert sie in einem Heftchen, das mal dem FLOW Magazin beilag und stellt sich (und allen anderen, die mitmachen möchten) 20 Fragen. Um sich mal kurz mit sich selbst zu beschäftigen, sich wieder bewusst zu machen, wer man eigentlich ist. Ob man lieber Käsekuchen oder Streuselschnecke mag. Wie lange man an den Weihnachtsmann geglaubt hat. Was man zum leben braucht.

Ob ich es jede Woche schaffen werde, wird sich zeigen, aber zumindest alle zwei Wochen will ich mir diese Zeit nehmen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mitzumachen? Nur für euch oder mit eurem Blog? Dann schaut bei pink-e-pank.de vorbei und verlinkt, wenn ihr mögt, euren Beitrag!

1.000 Fragen an mich selbst (Woche 1 & 2)

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Heute Vormittag habe ich zum ersten Mal an einer Puppe eine Wiederbelebung gemacht. Meine Eltern hatten uns zu Weihnachten einen „Erste Hilfe am Kind“-Kurs geschenkt, nachdem ich bei Babys erstem Schnupfen panisch den Notarzt gerufen hatte. 😀

2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meiner Mama.

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Aufs Grübeln.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über schlechte.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nö, passiert mir eh ständig: vor Freude, aus Trauer, vor Wut, vor Hunger (ok, das war nur in der Schwangerschaft)…

6. Woraus besteht dein Frühstück? Kaffee. („OMG! Aber sie stillt doch!“ – Der Trick ist, von Anfang an viel Kaffee zu trinken, dann denkt das Baby, die Milch muss so. ;))

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Dem Baby. Gerade eben zum Einschlafen.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Die Liste, worin wir uns unterscheiden, wäre wohl kürzer.

9. Was machst du morgens als erstes? Zähne putzen. Kaffee ohne geputzte Zähne geht gar nicht.

10. Kannst du gut vorlesen? Scheinbar nicht, das Baby kann dabei jedenfalls nicht gut einschlafen. Oooder es ist zu spannend…

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Da muss ich passen, das weiß ich nicht mehr.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Einen Geschirrspüler! Es ist 2018 und ich hatte noch nie einen Geschirrspüler.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gern unbekümmert.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Steinigt mich, aber ich schaue fast jeden Tag mit zumindest einem halben Auge GZSZ.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Ungefähr als ich in der 7. Klasse war: im Spreepark Berlin!

16. Wie alt möchtest du gerne werden? Alt wie ein Baum möchte ich werden … Ohrwurm für alle!

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An unseren Schottland-Roadtrip. Unser erster richtiger gemeinsamer Urlaub und hinter jeder Kurve lauert ein dunkler See oder tiefgrüne Berge!

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Scheiße.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Dann wäre das hier ja nicht mein Blog.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Seit ich Mama bin, zweifle ich quasi täglich an mir. Kann ich diesem Würmchen gerecht werden? Ist es glücklich bei mir? Erzähle ich ihm zu viel Unsinn?

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Leider viel zu oft ja.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Eigentlich bin ich ein Morgenmensch und stehe gern früh auf. Mit dem Baby stehe ich zwar auch früh auf, allerdings kann ich es aufgrund des Schlafmangels derzeit nicht gannnz so genießen.

23. Kannst du gut kochen? Kinderessen (Milchreis, Eierkuchen, …) kann ich gut!

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Frühling. Herbst und Winter sind mir zu dunkel, der Sommer ist mir zu warm. Im Frühling ist alles fröhlich und erwartungsvoll.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Wenn ich den ganzen Tag mit Baby zu Hause bin, habe ich STÄNDIG das Gefühl, nichts gemacht zu haben.

26. Warst du ein glückliches Kind? Ja! Jedenfalls erinnere ich mich gern an früher und bin gern bei meinen Eltern.

27. Kaufst du oft Blumen? Nö. Aber wenn, dann am liebsten Tulpen.

28. Welchen Traum hast du? Glücklich und zufrieden sein, ohne viel dafür zu brauchen. Sieht ganz gut aus.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Ui. Als Kind in zwei Wohnungen und zwei Häusern. Nachdem ich ausgezogen bin, in vier Wohnungen.

30. Welches Laster hast du? Abgesehen von Süßkram – ich glaube, ich bin ganz schön nachtragend.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? „Oje, ich wachse.“

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Nennen wir es „Haare“, nicht Frisur. Weil ich so einen Zopf machen kann. Ich hasse es, meine Haare offen zu tragen.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Eher ja.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Im Vergleich zu Uni-Zeiten unnnnfassbar viel. Zwischen Küchenjob und Bafög war das Geld eigentlich immer vor dem Monat zu Ende.

35. In welchen Laden gehst du gern? Ich liebe kleine Concept Stores wie Die Pampi. Die machen mich noch arm.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Kneipe, was ist das? 😀 Wenn ich nicht mehr stille, werde ich mir als erstes einen Moscow Mule bestellen. Und dann eine Weinschorle. Und dann … nein, dann liege ich vermutlich schon völlig voll unterm Tresen, weil ich nichts vertrage.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Spätestens, wenn peinliche Stille aufkommt.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Mit Schreiben.

39. Willst du immer gewinnen? Kommt darauf an, wer mein Gegner ist.

40. Gehst du in die Kirche? Nein, ich habe keinen Bezug zu Religion.

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